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Dienstag, 7. Oktober 2014

Alle Räder stehen still …

Mit der Urabstimmung bei der GDL für einen unbefristeten Streiks bei der Deutschen Bahn wird es bei uns nun zu weiteren Streiks kommen ... wenn dein starker Arm es will.
Klar dürfte jedoch dabei sein, dass es der Führung der GDL bei den anstehenden Streiks vordergründig nicht unbedingt um die Umsetzung unserer berechtigten Forderungen geht. Sie will mit unseren Forderungen die Tarifierung des gesamten Zugpersonals erreichen, über einen Streik den wir führen sollen. So will die GDL Führung der drohenden gesetzlichen Tarifeinheit durch die Bundesregierung aus dem Weg gehen, indem sie die Mehrheit der Beschäftigten in den Eisenbahnverkehrsunternehmen tarifiert. 51% vertritt die GDL nach eigenen Aussagen bereits beim gesamten Zugpersonal, möchte aber zukünftig 100% der dort Beschäftigten tarifieren. Dieses Ziel sollen wir über unsere Forderungen nun erstreiken.
Da wir, wohl jeder von uns, aufgrund der derzeitigen Arbeitsbedingungen seine eigenen Forderungen hat und sie auch mit seiner Gewerkschaft umsetzen will, sollten wir uns weder von der GDL Führung noch vom Management der Deutschen Bahn diese Butter vom Brot nehmen lassen. Es liegt an jedem Einzelnen von uns selber ob wir für die Ziele der GDL Führung streiken, oder ob wir die Umsetzung unserer eigenen Forderungen bei der DB und GDL mit unserem Streik einfordern. Fakt ist und bleibt, nur gemeinsam werden wir unsere Ziele erreichen. Dazu ist es notwendig, dass wir uns bewegen, bevor wir bewegt werden.
Das bedeutet, egal was die Strategen in den Büros der GDL mit uns vorhaben, nur mit uns Mitgliedern können sie ihre Ziele jetzt noch umsetzen. Denn der Verhandlungsweg bleibt den GDL Funktionären mit ihrer Zielstellung, einer Tarifdiktatur über das gesamte Zugpersonal, von der Deutschen Bahn AG verwehrt. Die DB Manager erkennen sehr genau, dass die Ziele der GDL Führung nicht unbedingt die der GDL Mitglieder sind. Zwar wird uns in den GDL Medien dargestellt, dass es bei den Streiks um die Umsetzung unserer Forderungen geht. Wer genau hinschaut erkennt, dass die GDL Führung schon mehrmals angeboten hat auf ihre Forderungen zu verzichten, wenn sie von der DB zugesprochen bekommt das gesamte Zugpersonal zu tarifieren, um dann wieder ein verlässlicher Partner der DB zu sein.
Unsere Forderungen sind das Ziel
Unsere Forderungen die wir vom Arbeitgeber umgesetzt sehen wollen kennen wir aus unserem täglichen Arbeitsleben. Und es gibt noch weit mehr Forderungen, als die die im Forderungskatalog der GDL stehen. Die Manager der DB verweigern der GDL Führung nun den Verhandlungstisch, wo sie ihre Ziele bisher umsetzen wollte. So sind wir GDL Mitglieder jetzt an der Reihe, um die Ziele der GDL Führung zu erstreiken. So sind wir nun aber auch gefragt, um sicherzustellen, dass unsere Forderungen nicht zur Kompromissmaße der GDL Führung werden. Auf unsere Forderungen dürfen wir nicht verzichten. Die DB Manager verzichten ja auch nicht darauf unsere Arbeit immer weiter zu verdichten und zu optimieren.
Wo nun die Streiks der GDL bei der Deutschen Bahn anstehen sollten wir uns gemeinsam und übergreifend Gedanken darüber machen, wie wir mit unseren Streiks erreichen können unsere Forderungen umzusetzen. Denn wir werden bei einem Streik die Räder still stehen lassen, nicht die Funktionäre die uns dazu aufrufen und auffordern mit diesen Streiks ihre Ziele umzusetzen. Wir haben alle, egal welcher Gewerkschaft wir angehören, die gleichen schlechten Arbeitsbedingungen. Wir sollten sie daher auch gemeinsam und übergreifend für deren Verbesserung kämpfen. Keiner von uns sollte sich als der einzig wahre oder besser Gewerkschafter verstehen, weil man der einen oder der anderen Gewerkschaft angehört. Wir dürfen keinen Kollegen aus unseren Reihen ausschließen! Auch nicht die Kollegen die nun nicht zum Streik aufgerufen sind. Sie sind deshalb noch immer unsere Kollegen!

Solidarität mit allen Kollegen während des Streiks!

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