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Freitag, 21. März 2014

GDL – Tarifabschluss ohne jede Legitimität

Unter Missachtung der Beschlüsse der GDL Generalversammlung und GDL Mitgliederbasis, schlossen Verhandlungsführer der GDL mit der Deutschen Bahn AG am 20.03.2014 einen völlig unzureichenden Tarifvertrag zu einer nur oberflächlichen Absicherung untauglicher Lokführer ab. Ein Tarifvertrag der nur im Ansatz und sehr eng begrenzt die Regelungen und Forderungen des Zukunftstarifvertrages beinhalten. > Tarifvertrag über die besonderen Bedingungen bei Verlust der Fahrdiensttauglichkeit <
 In diesem Tarifvertrag geht es nach ersten Informationen wohl nur um eine Absicherung der Fahrdiensttauglichkeit, die auf Arbeitsunfällen und Suizide zurückzuführen sind. Eine Absicherung vor Untauglichkeit aufgrund der ständig zunehmenden Arbeitsbelastungen, die sich in vielfältiger Art und Weise darstellt, sieht dieser Tarifvertrag offensichtlich nicht vor.
 Dafür sieht dieser Tarifvertrag die “Möglichkeit“ vor, das Unternehmen Zukunft mit einer Abfindung zu verlassen, um sich dann neu zu orientieren. Was auch immer damit gemeint ist, der Arbeitgeber kauft sich so von seiner Verantwortung gegenüber den Beschäftigten der Deutschen Bahn AG frei. Denn für nicht jeden von uns wird eine Abfindung ausreichen, um sich damit ins Rentenalter zu retten.
 Alle anderen Beschäftigten sollen mit diesem Tarifvertrag eine weitere “Möglichkeit“ erhalten. Und zwar, einen vom Arbeitgeber angebotenen Arbeitsplatz anzunehmen. Wo dieser dann liegt, ist jedoch nur für untauglich-traumatisierte Lokführer über einen Zeitraum von 24 Monaten geregelt. Dann kann es auch für diese Lokführer bundesweit auf Reisen gehen. 

GDL Demografie-Tarifvertrag 

 Die GDL Vertreter und Verhandlungsführer nannten es noch auf ihrer Jubelveranstaltung am 26.02.2014 in Göttingen “Landverschickung“, die es mit ihnen nicht geben wird. Da es diese Landverschickung nun doch gibt, gibt es dann diese GDL Funktionäre jetzt nicht mehr? Genau die Funktionäre, die immer wieder laut den unzumutbaren Demografie-Tarifvertrag der EVG verteufelten, der jetzt auch für die Lokführer der GDL zur Anwendung kommen soll. 
 Ohne entsprechende Eigenregelungen, die es mit den einzig legitimierten Forderungen der GDL in Form des Zukunftstarifvertrags gibt, gelten nun auch Tarifverträge der EVG für die Lokführer der GDL und auch zukünftig für alle Zugbegleiter der DB. Was sollen wir nun von einem Tarifabschluss selbstherrlicher und diktatorisch agierender GDL Vertreter halten? Einem Tarifvertrag, der nicht von der GDL Mitgliederbasis legitimiert wurde und werden wird!
 Die einst erkämpfte Eigenständigkeit der GDL wurde wohl schon im Dezember 2013, mit dem nicht autorisierten Rückzug aller umfänglichen und wirkungsvollen Forderungen des Zukunftstarifvertrages, zu den Akten gelegt. Mit diesem Kniefall vor dem DB-Management und mit der Anerkennung des EVG Demografie-Tarifvertrages durch Vertreter der GDL, soll die Eigenständigkeit der GDL nun Geschichte sein. Oder wurde hier nur die Tarifpluralität bei der DB und so der Erhalt der Chefsessel in den GDL Büros auf unser aller Kosten erkauft?
 Das nächste Wort hat nun die Bundestarifkommission der GDL. Sie hat es in der Hand, ihren Hintern in den Bürostühlen der GDL zu retten, oder die Mitgliederbasis der GDL vor der Willkür des DB-Managements. So wie diese Kommission entscheiden wird, werden sich dann wohl auch tausende Mitglieder der GDL entscheiden. Für selbstherrliche Funktionäre, oder für den gewerkschaftlichen Kampf?! Unzählige Positionen und Beschlüsse gibt es in den Ortsgruppen der GDL, die weiterhin die Umsetzung des Zukunftstarifvertrages fordern!

Gebt uns eine Zukunft, sonst seid ihr Vergangenheit!

Kommentare:

  1. Den genauen Inhalt noch nicht kennen, aber Informationen, die nur auf Vermutungen basieren, hier breitstreuen.

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  2. Ich denke die Informationen beruhen auf mehr als Vermutungen und wenn es sich so bewahrheitet wie oben dargestellt, sollte man über einen komplett neuen Hauptvorstand nachdenken.

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  3. Wenn die Informationen richtig sind, braucht sich niemand mehr um die GDL Gedanken machen.
    Es wird sie mit solchen unterschrieben Tarifverträgen nicht mehr lange für Triebfahrzeugführer geben. Ich hoffe der Hauptvorstand nimmt freiwillig seinen Stuhl und geht.

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  4. Die Frage ist doch, in welchen Dienst sich der Anonymus, der auch noch durch gefährliches Halbwissen glänzt, stellt. Auf keinen Fall in den unserer GDL Mitglieder, die jeden Tag an der Basis ihr Bestes geben. Hand aufs Herz, hier geht's doch offensichtlich nur um die Pflege verletzter Eitelkeiten einiger weniger Alphatiere. Kritik ja,Systemopposition auf dem
    Rücken der Mitglieder NEIN!
    Schon gar nicht von irgendwelchen Pseudodemokraten, die permanent davon schwafeln, nur das Beste für die GDL zu wollen...

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